Schomburg AQUAFIN-F
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Produktinformationen "Schomburg AQUAFIN-F"
AQUAFIN-F von Schomburg – Verkieselungslösung für nachträgliche Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit
AQUAFIN-F von Schomburg ist eine gebrauchsfertige Verkieselungslösung zur Herstellung nachträglicher Horizontalsperren in Mauerwerk und Beton. Das bewährte Injektionsmittel wurde speziell entwickelt, um kapillar aufsteigende Feuchtigkeit dauerhaft zu unterbinden und bestehende Bauwerke nachhaltig vor Feuchteschäden zu schützen. Durch die Kombination aus hydrophobierenden und kapillarverengenden Wirkstoffen wird die kapillare Wasseraufnahme des Baustoffs wirksam reduziert.
Aufsteigende Feuchtigkeit gehört zu den häufigsten Ursachen für Schäden an Bestandsgebäuden. Feuchte Wände, Salzausblühungen, Putzschäden, Schimmelbildung und Wärmeverluste können die Folge sein. AQUAFIN-F bietet hierfür eine professionelle Lösung und ermöglicht die nachträgliche Herstellung einer wirksamen Horizontalsperre gemäß den anerkannten Regeln der Technik.
Mit über 50 Jahren Praxiserfahrung zählt AQUAFIN-F zu den bewährten Produkten im Bereich der Bauwerkssanierung und Mauerwerksabdichtung. Die gebrauchsfertige Lösung kann sowohl drucklos als auch im Niederdruckverfahren verarbeitet werden und eignet sich selbst für stark durchfeuchtetes Mauerwerk.
Zum Technischen Merkblatt AQUAFIN-F mit Verarbeitungshinweisen.
Produktdetails AQUAFIN-F
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Hersteller | Schomburg |
| Produkt | AQUAFIN-F |
| Produkttyp | Verkieselungslösung für nachträgliche Horizontalsperren |
| Basis | Alkalisilikat-Siliconat |
| Konsistenz | Flüssig, gebrauchsfertig |
| Farbe | Klar |
| Dichte | Ca. 1,3 g/cm³ |
| pH-Wert | Ca. 12,2 |
| Verarbeitungstemperatur | +5 °C bis +30 °C |
| Eigenschaften | Hydrophobierend, porenverengend, diffusionsoffen, lösungsmittelfrei |
Artikelnummern und Lieferformen
| Artikelnummer | Lieferform | Gebinde |
|---|---|---|
| 204247-001 | Kanister | 12 kg |
| 204247-002 | Kanister | 30 kg |
| 204247-007 | Fass | 250 kg |
| 204247-008 | IBC-Container | 1.200 kg |
Nachträgliche Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit
In vielen Bestandsgebäuden fehlen wirksame Horizontalsperren oder vorhandene Sperrschichten haben im Laufe der Jahre ihre Funktion verloren. Die Folge ist kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, die sich über das Mauerwerk verteilt und langfristig erhebliche Schäden verursachen kann.
AQUAFIN-F wurde speziell entwickelt, um nachträgliche Horizontalsperren im Mauerwerk herzustellen. Durch die Injektion der Verkieselungslösung wird die kapillare Saugfähigkeit des Baustoffes unterbrochen. Dadurch kann aufsteigende Feuchtigkeit nicht mehr weiter transportiert werden.
Vorteile von AQUAFIN-F
- Gebrauchsfertig
- Hydrophobierend
- Porenverengend
- Diffusionsoffen
- Lösungsmittelfrei
- Geprüft und zertifiziert gemäß WTA-Merkblatt
- Bis 95 % Durchfeuchtungsgrad einsetzbar
- Hohe Eindringtiefe
- Unterbindet kapillaren Wassertransport
- Geeignet für Druck- und Niederdruckverfahren
- Für Mauerwerk und Beton geeignet
- Über 50 Jahre Praxiserfahrung
Funktionsweise der Verkieselungslösung
AQUAFIN-F nutzt eine spezielle Wirkstoffkombination aus hydrophobierenden und kapillarverengenden Bestandteilen. Nach der Injektion dringt die Lösung tief in die Porenstruktur des Baustoffs ein und verändert dauerhaft dessen kapillare Eigenschaften.
Dadurch wird die Wasseraufnahme reduziert und der kapillare Feuchtigkeitstransport unterbrochen. Gleichzeitig bleibt die Diffusionsfähigkeit des Mauerwerks erhalten, sodass vorhandene Feuchtigkeit weiterhin austrocknen kann.
Anwendungsbereiche von AQUAFIN-F
Die Verkieselungslösung eignet sich für zahlreiche Anwendungen im Bereich der Mauerwerkssanierung und Bauwerksabdichtung.
- Nachträgliche Horizontalsperren
- Mauerwerksabdichtung
- Altbausanierung
- Kellersanierung
- Sanierung feuchter Wände
- Betonbauteile mit kapillarer Feuchtebelastung
- Wohngebäude
- Gewerbeobjekte
- Historische Bauwerke
- Denkmalschutzobjekte
Geeignet für stark durchfeuchtetes Mauerwerk
Ein besonderer Vorteil von AQUAFIN-F besteht darin, dass die Verkieselungslösung auch bei sehr hohen Durchfeuchtungsgraden eingesetzt werden kann. Das Produkt ist geprüft und zertifiziert für Mauerwerke mit einem Durchfeuchtungsgrad von bis zu 95 %.
Dadurch eignet sich das System insbesondere für Sanierungsmaßnahmen an älteren Gebäuden, bei denen bereits erhebliche Feuchtigkeitsschäden vorhanden sind.
Verarbeitung im Druck- und Niederdruckverfahren
AQUAFIN-F kann sowohl drucklos als auch mittels Niederdruckinjektion verarbeitet werden. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach dem Zustand des Mauerwerks, der Wandstärke sowie dem vorhandenen Durchfeuchtungsgrad.
Bei stark durchfeuchtetem Mauerwerk empfiehlt sich häufig die Verarbeitung im Niederdruckverfahren. Dadurch wird eine optimale Verteilung der Wirkstoffe innerhalb der Mauerwerksstruktur erreicht.
Wirtschaftliche Lösung für die Bauwerkssanierung
Im Vergleich zu aufwendigen mechanischen Horizontalsperren ermöglicht AQUAFIN-F eine wirtschaftliche und substanzschonende Sanierung bestehender Bauwerke. Die Injektion erfolgt ohne großflächige Eingriffe in die Tragkonstruktion und kann in vielen Fällen während der Nutzung des Gebäudes durchgeführt werden.
Dies reduziert Sanierungskosten und minimiert Beeinträchtigungen für Bewohner oder Nutzer des Gebäudes.
Passende Systemprodukte von Schomburg
| Systemprodukt | Anwendungsbereich |
|---|---|
| AQUAFIN-1K | Verdämmung im Bereich der Bohrlochsperre |
| ASOCRET-BM | Bohrlochverschluss und Hohlraumverfüllung |
| AQUAFIN-RB400 | Ergänzende Bauwerksabdichtung |
| AQUAFIN-2K/M-PLUS | Mineralische Flächenabdichtung |
| AQUAFIN-Primer | Untergrundvorbereitung |
Fazit
AQUAFIN-F von Schomburg ist eine bewährte Verkieselungslösung zur Herstellung nachträglicher Horizontalsperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Die gebrauchsfertige, lösungsmittelfreie Formulierung dringt tief in die Baustoffstruktur ein, reduziert die kapillare Wasseraufnahme und schützt das Mauerwerk dauerhaft vor Feuchtigkeitsschäden.
Dank der geprüften Wirksamkeit bis zu einem Durchfeuchtungsgrad von 95 %, der einfachen Verarbeitung sowie der hohen Eindringtiefe eignet sich AQUAFIN-F hervorragend für die professionelle Sanierung feuchter Wände in Wohn-, Gewerbe- und Bestandsgebäuden. Damit erhalten Sie eine wirtschaftliche und langfristig wirksame Lösung für die Mauerwerksabdichtung und Bauwerkssanierung.
Technische Daten
Materialeigenschaften
| Produktkomponenten | gebrauchsfertig |
| Materialbasis | Silikat |
| Konsistenz | flüssig |
| Dichte (spezifisches Gewicht) | ca. 1,3 g/cm³ |
Verarbeitung
| Untergrund- / Verarbeitungstemperatur | von 5 °C bis 30 °C |
| Verbrauch pro m Mauerwerksquerschnitt | ca. 15 kg/m² |
Verarbeitungstechnik
Hilfsmittel / Werkzeuge
- Elektro-pneumatisches Bohrgerät
- Geeignete Injektionsanlage
- Injektionspacker
Untergrund vorbereiten
Maßnahmen zur Untergrundvorbereitung
Mauerwerk mit größeren Hohlräumen, Kammersteinen, Rissen bzw. offenen Fugen ist vor dem Anlegen von Bohrlöchern mit ASOCRET-BM auszupressen.
Eine Verdämmung des Mauerwerkes im Bereich der Bohrlochsperre mit AQUAFIN-1K verhindert das Austreten des Materials.
Anwendung
Anlegen von Bohrlöchern
- Der Bohrlochabstand und die Anordnung der Bohrlöcher (1-reihig oder 2-reihig) richten sich nach der Saugfähigkeit des Mauerwerkes.
- Je enger der Bohrlochabstand, desto größer die Sicherheit für den Erfolg der Maßnahme.
- In der Regel werden Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 30 mm im Abstand von ca. 10 bis 12,5 cm und einem Neigungswinkel zwischen 30° und 45° angelegt.
- Die Bohrlochtiefe beträgt ca. 5 cm weniger als die Mauerwerksdicke.
- Bei der Festlegung des Bohrwinkels ist darauf zu achten, dass mindestens eine Lagerfuge, bei dickerem Mauerwerk mindestens zwei Lagerfugen erfasst werden.
- Die Bohrlochtiefe beträgt ca. 2 cm (drucklose Injektage) bzw. ca. 5 cm (Niederdruckinjektage) weniger als die Mauerwerksdicke.
- Bei gering oder nicht saugenden Untergründen empfiehlt sich die Anordnung der Bohrlöcher in zwei Ebenen im Fugenbereich.
- Der Höhenversatz sollte hierbei kleiner als 8 cm sein.
- Bei saugfähigem Natursteinmauerwerk werden die Bohrlöcher in den Stein gesetzt.
- Bei dichtem Bruchsteinmauerwerk werden die Bohrlöcher in die Fugen gesetzt.
- Vor der Injektion ist der Bohrstaub sorgfältig zu entfernen, um eine höchstmögliche Aufnahme des Wirkstoffes im Mauerwerk sicherzustellen.
Drucklose Injektion - Durchführung
- Eine Verdämmung des Mauerwerkes im Bereich der Bohrlochsperre mit AQUAFIN-1K verhindert das Austreten des Materials.
- AQUAFIN-F über Vorratsgefäße (Trichter mit Druckstopfen) in die Bohrlöcher einbringen.
- Die Tränkzeit sollte bis zur vollständigen Sättigung des Untergrundes erfolgen.
- Abschließend können die Bohrlöcher objektbezogen vollständig mit ASOCRET-BM verfüllt oder mit geeigneten zementären Mörteln oberflächig verschlossen werden.
Niederdruckinjektion - Durchführung
- In die Bohrlöcher Injektionspacker einsetzen.
- AQUAFIN-F im Druckverfahren (< 10 bar) injizieren.
- Die Injektion solange aufrechterhalten, bis der benachbarte Fugenmörtel mattglänzend gefüllt ist.
- Nach der Injektion sind die Injektionspacker zu entfernen und die Bohrlöcher objektbezogen vollständig mit ASOCRET-BM zu verfüllen oder mit geeigneten zementären Mörteln oberflächig zu verschließen.
Lagerbedingungen
Lagerung
Frostfrei, kühl und trocken. 24 Monate im Original-Gebinde. Angebrochene Gebinde umgehend aufbrauchen.
Hinweise
- Das gültige Sicherheitsdatenblatt beachten.
- Nicht zu behandelnde Flächen vor der Einwirkung von AQUAFIN-F schützen.
- Grundlage der Sanierungsmaßnahme ist das WTA-Merkblatt 4-10 „Mauerwerksinjektion gegen kapillare Feuchtigkeit“.
- Voruntersuchungen (z. B. Feuchtigkeitsbilanz, Salzanalyse) sind generell erforderlich.
- AQUAFIN-F ist nicht geeignet für Sichtflächen wie Beton, Mauerwerk oder Putz.
- Bei Wanddicken über 60 cm wird eine beidseitige Injektion mit AQUAFIN-F bzw. eine Druckinjektion empfohlen.