EPDM-Folien – die flexible Dach- und Dichtfolie aus Synthesekautschuk
EPDM-Folien gehören zu den langlebigsten Abdichtungsmaterialien im Bau. Als EPDM-Flachdachfolie, EPDM-Dachfolie oder EPDM-Dichtfolie eingesetzt, schützen sie Flachdächer, Balkone und erdberührte Bauteile zuverlässig vor Feuchtigkeit – bei einer Lebenserwartung von deutlich über 50 Jahren.
- Synthetischer Kautschuk: EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer) ist ein inertes Material, das nichts ausdünstet und mit anderen Baustoffen nicht in Wechselwirkung tritt.
- Extrem langlebig: Über 50 Jahre Gebrauchsdauer, UV- und ozonbeständig, dauerhaft elastisch von −40 °C bis +130 °C.
- Große Planen statt Rollenware: Verlegung oft in einem Stück, dadurch weniger Nähte und ein geringeres Fehlerrisiko bei der Abdichtung.
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Was ist EPDM und wofür wird die Folie eingesetzt?
- Material: EPDM ist ein synthetischer Kautschuk, der als homogene, nicht-armierte Bahn gemäß EN 13956 hergestellt wird.
- Einsatzbereiche: Flachdächer von Wohngebäuden, Garagen, Carports und Gewerbebauten, Balkone und Terrassen, aber auch Bauwerksabdichtungen im erdberührten Bereich.
- Untergründe: Verlegbar auf Holz, Beton, gealterten Bitumenbahnen, tragfähigen Dämmplatten oder direkt auf anderen Kunststoffbahnen wie FPO oder TPO.
- Verfügbare Stärken: ElastoTop EPDM-Dachfolie gibt es in 1,2 mm und 1,5 mm Materialstärke, beide mit gleicher Garantie und bauaufsichtlicher Zulassung.
Amerikanisches und europäisches EPDM im Vergleich
- Amerikanisches EPDM: Wird zu großen, homogenen Planen ohne Naht produziert – Bahnbreiten von über einem Meter bis hin zu mehreren Metern sind möglich, wodurch sich ganze Dächer oft in einem Stück abdichten lassen.
- Europäisches EPDM: Wird in schmaleren Bahnen produziert und anschließend mittels Heißluft oder im Hot-Bonding-Verfahren zu größeren Breiten gefügt. Da ausvulkanisiertes EPDM selbst nicht schweißbar ist, wird dafür werkseitig ein zusätzliches, schweißbares Material im Randbereich aufgebracht.
- 100 % EPDM vs. Beimischung: Nur eine Bahn mit (nahezu) 100 % EPDM-Anteil erreicht die vollen Materialeigenschaften. Manche Anbieter setzen lediglich einen Mindestanteil von rund 25 % EPDM ein, um das Produkt noch als EPDM bezeichnen zu können – die Eigenschaften bleiben dabei deutlich hinter reinem EPDM zurück.
Technische Eigenschaften im Überblick
- Zugfestigkeit und Dehnung: Zugspannung ≥ 8 N/mm² und eine Dehnfähigkeit von ≥ 350 % gemäß EN 12311-2 – die Bahn bewegt sich mit dem Untergrund mit, ohne zu reißen.
- Temperaturbeständigkeit: Dauerhaft flexibel von −40 °C bis +130 °C, ohne dabei zu verspröden oder zu schrumpfen.
- Gewicht: Rund 1,5 kg/m² bei 1,2 mm bzw. 2,0 kg/m² bei 1,5 mm Materialstärke – dadurch spielt die Statik bei einer Dachsanierung meist keine Rolle.
- Brandverhalten: Klasse E nach EN 13501-1, für geprüfte Dachsystemaufbauten ist zusätzlich eine Einstufung als Broof(t1) möglich.
- Wurzelfestigkeit: Nahtlose EPDM-Bahnen ab 1,1 mm Stärke gelten nach den anerkannten Regeln der Technik als wurzelfest und sind damit auch für begrünte Dächer geeignet.
Vor- und Nachteile von EPDM-Folien
- Vorteil – Beständigkeit: Hervorragende Resistenz gegen Säuren, Laugen, Salze und Tausalze. Lediglich Öle, Benzin oder Chlor greifen das Material stärker an.
- Vorteil – Verlegegeschwindigkeit: Große Planen bedeuten weniger Nähte und damit weniger potenzielle Schwachstellen als bei Rollenmaterial.
- Zu beachten – Gewicht großer Planen: Auch wenn das Flächengewicht gering ist, können große, zusammengelegte Planen in Summe mehrere Dutzend Kilogramm wiegen und müssen entsprechend auf das Dach transportiert werden.
- Zu beachten – komplexe Dachformen: Bei vielen kleinen Einbauten (z. B. mehrere Oberlichter auf engem Raum) relativiert sich der Nahtvorteil, da hier ohnehin mehr Detailarbeit anfällt.
Auswahlhinweise
- Materialstärke wählen: 1,2 mm für Nebengebäude wie Garagen oder Carports, 1,5 mm für Wohngebäude, Balkone und Terrassen gemäß den Regeln für Abdichtungen.
- Verlegeart klären: Freiliegende Flächen benötigen eine vollflächige Verklebung, bei Auflast (Kies, Terrasse, Begrünung) reicht eine Randfixierung.
- Farbe beachten: EPDM ist nahezu immer schwarz/anthrazit, da der UV-Schutz auf dem Zusatzstoff Carbon Black basiert – hellere Varianten sind entsprechend weniger UV-beständig.
- Zubehör mitdenken: Klebstoffe, Nahtprodukte, Dachrandprofile und Entwässerungselemente ergänzen die Dachfolie zu einem vollständigen System.
- Produkte: ElastoTop EPDM-Dachfolie 1,2 mm, ElastoTop EPDM-Dachfolie 1,5 mm, ElastoTop Flächenkleber W-1/L-1/L-1s, ElastoTop Universal-Dichtkleber U-1